Gesunde HUnde

BARf, Impfung, wurmkur

Ernährung

Frieda wird gebarft. Als Welpe hat sie hochwertiges Trockenfutter verschiedener Hersteller bekommen. Wir haben so ziemlich alles ausprobiert, auch hochwertiges Dosenfutter, aber die mäkelige Frieda mochte nach 1- 2 Wochen das anfangs heiß begehrte Futter nicht mehr. So sind wir dann zum Barfen gekommen.  

B.A.R.F steht für Rohfütterung von Tieren (born again raw feeders).

Im Urlaub und evt. zum Ende der Trächtigkeit hin (je nach Vorliebe) bekommt Frieda hochwertiges Trockenfutter. Das Trockenfutter bekommt sie auch als Trainingsleckerli und beim Arbeiten mit dem Futterbeutel/Dummy.

Die Welpen lernen rohes Fleisch, hochwertiges Trockenfutter (in geringen Mengen) und hochwertige Fleischdosen kennen.

 

Billiges Industriefutter, welches überwiegend aus Getreide besteht, lehnen wir ab! Getreide kann Allergien auslösen. Des Weiteren bestehen die billigen Futtermittel aus Schlachtabfällen, Geschmacks- und Aromastoffen.

 

Wer nicht barfen möchte, sollte bei der Auswahl des Futters darauf achten, dass das Futter einen hohen Fleischanteil (über 65%) hat und frei ist von Getreide, Geschmacksverstärkern, künstlichen Konservierungsmitteln, Aromastoffen, Zucker, Soja, Gentechnik!  

Wir würden uns freuen, wenn ihr euch mit dem Thema barfen auseinander setzt. Es gibt hierzu tolle Bücher mit genauen Anleitungen und Futterplänen. Gerne stehen wir hierfür anfangs für Fragen zur Verfügung.

Im Internet gibt es auch fertige "Barf Dosen", quasi Premium Nassfutter, als Alternative zum Barf oder für den Urlaub.

Bücher zum Thema BARF:

 

von Swanie Simon

BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Hunde

ISBN: 3-939522-00-7

BARF – Biologisch Artgerechtes Rohes Futter für Welpen und trächtige Hündinnen

ISBN: 3-939522-01-5

Internetseite Swanie Simon: https://www.drei-hunde-nacht.de/

von S. L. Schäfer und B. R. Messika

B.A.R.F. Junior - Artgerechte Rohernährung für Welpen und Junghunde

ISBN: 978-3-938071-46-5

Impfung

Wir sind keine Impfgegner, aber Impfkritiker. D. h. wir impfen nicht alles was es gibt und auch nicht jährlich, wie einige (wenige) Tierärzte es leider immer noch handhaben.

Wir lassen alle 3 Jahre eine Titerbestimmung von SHP machen und impfen nur, wenn der Titer zu niedrig ist.

Unsere Hunde sind gegen Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Tollwut geimpft. 

Maternale Antikörper

Welpen besitzen durch maternale (mütterliche) Antikörper eine vorübergehende passive Immunität, den sogenannten Nestschutz. Die Aufnahme der maternalen Antikörper erfolgt über das Kolostrum (Erstmilch).

Die passive Immunität schützt den Welpen zwischen einigen Tagen und einigen Wochen.

Die Tierärzte empfehlen daher den Welpen mit 8, 12 und 16 Wochen zu impfen. Da nicht sicher gesagt werden kann, ob sich der Nestschutz nun mit 8, 12 oder 16 Wochen oder noch später verflüchtigt, impft man einfach mehrmals und hofft, dass wenigstens eine der vielen Impfungen greifen wird. Sind die maternalen Antikörper zur Zeit der Impfung noch vorhanden, so wirkt diese nicht. Die Impfantigene würden durch die maternalen Antikörper sofort neutralisiert. Daher ist eine aktive Immunisierung erst möglich wenn keine maternalen Antikörper mehr vorhanden sind!

Um unseren Welpen diese unnötigen Mehrfachimpfungen zu ersparen, lassen wir bei allen Welpen in der 7. / 8. Woche den Titer auf SHP bestimmen. Dem Labor ist die Halbwertzeit der Antikörper bekannt. Es errechnet den ungefähren Zeitpunkt, ab dem frühestens geimpft werden kann. Durch Auswahl des Impfherstellers kann ebenfalls Einfluss genommen werden; konzentriertere Impfstoffe können etwas früher eingesetzt werden als die "milderen". Sollte vor Abgabe der Welpen kein ausreichender Schutz durch die maternalen Antikörper mehr vorhanden sein, werden die Welpen gegen SHP geimpft. Sollte der Titer hoch genug sein, geben wir die Welpen ungeimpft ab. Die Auswertung des Labors gibt es selbstverständlich mit. Bitte nicht vor dem errechneten Zeitpunkt den Welpen impfen lassen, dies wäre völlig nutzlos und bringt unnötig Chemie in den kleinen Welpenkörper. Ca. 2 Wochen vor dem anstehenden Impftermin sollte eine Kotprobe auf Würmer untersucht werden. Nur wenn diese ohne Befall ist, sollte der Welpe geimpft werden. Andernfalls vorher mit Kräutern, wurmwidrigen Nahrungsmitteln entwurmen und erneut eine Kotprobe testen lassen. 

Weiter unten haben wir hierzu einiges aufgelistet.

 

Staupe (S)

Die Staupe-Impfung ist ein Lebendimpfstoff, also eine aktive Impfung mit “lebendigen” Erregern. Studien zeigten, dass der Schutz nach der Grundimmunisierung und eventuell einer Auffrischung nach einem Jahr für 7-15 Jahre, wahrscheinlich lebenslang, hält!

Hepatitis (H)

Die Hepatitis-Impfung ist auch ein Lebendimpfstoff. Schutzdauer wie bei Staupe und Parvo. Die kontagiöse Hepatitis des Hundes tritt in Deutschland und vielen anderen Ländern sehr selten auf. Hundehalter, die ihrem Hund nur ein Minimum an Impfstoffen geben wollen, können darauf verzichten. Es gibt Produkte, die nur Parvo- und Staupe-Impfstoffe enthalten, z.B. von Intervet die Nobivac Puppy SP.

 

Parvovirose (P)

Auch die Parvovirose-Impfung ist ein Lebendimpfstoff. Die Schutzdauer ist ähnlich wie bei Staupe!

Zwingerhustenerreger Parainfluenza-Virus (Pi) 

Gegen Zwingerhusten gibt es zwei Impfstoffe: den Impfstoff gegen das Parainfluenzavirus, der oft in Kombination mit Staupe-Parvo-Hepatitis gegeben wird, und den Impfstoff gegen den bakteriellen Erreger Bordetella bronchiseptica (einzeln oder als Zweier-Kombi Parainfluenzavirus). Zwingerhusten kann durch viele verschiedene Erreger verursacht werden, daher erkranken auch regelmäßig gegen Zwingerhusten geimpfte Hunde an dieser in den allermeisten Fällen undramatischen Erkältungskrankheit.

Leptospirose (L)

Leptospiren sind Bakterien, die bei Hunden schwere und sogar tödliche Erkrankungen auslösen können. Die meisten Lepto-Infektionen verlaufen jedoch ohne Symptome oder mild. Auch geimpfte Hunde können an Lepto erkranken, weil die älteren Impfstoffe nur zwei der bei uns vorkommenden Lepto-Arten abdecken, die neueren Produkte decken drei, bzw. vier Arten ab. Lepto-Impfstoffe gelten als nebenwirkungsträchtig, weil sie aus ganzen Bakterien hergestellt werden. 

Leptospirose-Impfstoffe sind bakterielle Vollkeim-Impfstoffe. Solche Vakzine genießen auch in der Humanmedizin keinen guten Ruf. Vollkeim-Impfstoffe, die inaktivierte Erreger enthalten, sind oft schlecht verträglich, da trotz guter Reinigung noch Bestandteile von Bakterienzellwänden enthalten sein können, konnte man beispielsweise in der Pharmazeutischen Zeitung, lesen. 

Der Schutz dieser nebenwirkungsträchtigsten Impfung hält lediglich für ca. 6- 8 Monate vor und schützt nur gegen 4 !! der insgesamt 200 krankheitsauslösenden Leptospirenarten!
Leptospira canicola (= “Stuttgarter Hundeseuche”) ist seit Jahren nicht mehr aufgetreten und die wenigen bekannten Leptospirose Fälle der letzten Jahre sind laut dem bekannten veterinärmedizinischen Labor Laboklin ausnahmslos nicht von L. canicola verursacht, sondern z.B. von L. interrogans, L. bratislava, L. pomona, grippotyphosa usw.

Tollwut (T)

Die Impfung gegen Tollwut sollte entsprechend den Vorschriften der deutschen Tollwutverordnung erfolgen. Tollwutwiederholungsimpfungen sind auch in Deutschland in dreijährlichen Abständen zulässig.

Deutschland ist seit Herbst 2008 offiziell frei von Fuchstollwut. In den letzten Jahren wurde nur noch Fledermaustollwut festgestellt. Fledermaustollwut wurde bei Hunden in Europa unseres Wissens noch nie diagnostiziert, Katzen können allerdings daran erkranken (in Deutschland ist bisher noch kein Fall aufgetreten). Auf jeden Fall nötig ist eine gültige Tollwutimpfung bei grenzüberschreitenden Reisen mit dem Hund. Gültiger Impfschutz ist jedoch auch im Inland sinnvoll, und zwar für das Restrisiko, dass der Hund mit einem tollwutinfizierten Import-Hund in Kontakt kommt. Das ist zwar extrem selten, aber nicht völlig auszuschließen. Mehrere Tollwutimpfstoffe für Hunde haben eine Zulassung für drei Jahre. Impfstoffe, die nur für ein oder zwei Jahre zugelassen sind, sollte man nicht geben lassen.

Quellen:

https://tierheilpraktiker-hunde-gesundheit.de/der-impf-wahnsinn

http://www.agtiere.de/haustier-impfungen/impfung-hunde

https://www.msd-tiergesundheit.de/fokusthemen/impfempfehlungen-fuer-hund-und-katze/immunprophylaxe/maternale-antikoerper/

Wurmkur

Unsere Hunde erhalten keine "prophylaktische", chemische Wurmkur 3 x jährlich! Wir lassen 2-3 x im Jahr eine Kotprobe im Labor auswerten. Bisher waren diese immer ohne Befund. 2 x im Jahr geben wir eine natürliche, auf Kräuter basierende "Wurmkur". Des Weiteren füttern wir regelmäßig wurmwidrige Nahrungsmittel. Durch gute Fütterung wird das Immunsystem gestärkt und die Darmflora bleibt im Gleichgewicht. Ständige chemische Wurmkuren schwächen auf Dauer die Darmflora und das Immunsystem. Wenn der Hund keine Würmer hat, bringt eine chemische Wurmkur nichts. Sie schützt nicht vorbeugend gegen Würmer, sondern tötet vorhandene Würmer ab.

Unsere Welpen bekommen ebenfalls keine chemischen Wurmkuren. Wir lassen vor Abgabe 2-3 x den Kot auf Würmer testen und füttern wurmwidrig. Wir empfehlen ca. 4 Wochen nach Einzug ebenfalls eine Kotprobe auf

Würmer untersuchen zu lassen.

Kräuter Wurmschutz:

Canina Pharma KRÄUTER-DOC

AniForte WermiX

Wurmkräuter für Hunde

Naturavetal- Canis Extra Vermcurat

VermExil® für Hunde

wurmwidrige Nahrungsmittel

- Kokosraspeln/ Kokosflocken

1 TL/5 kg über 3 Tage geben

- Kokosöl

für Welpen ab der 4. Woche: 1 ml Kokosöl/kg Körpergewicht über 3 Tage geben

- Kürbiskerne (geschrotet / frisch gemahlen)

1 x die Woche: ½ TL bei kleinen Hunden, 1 TL bei mittleren Hunden, 2 TL bei großen Hunden (ca. 5g/ 15Kg Körpergewicht)

als Kur: Band- und Spulwürmer lassen sich gut mit Kürbiskernen austreiben. Hierzu über 7 Tage täglich 2-3 Esslöffel gemahlene Kürbiskerne/ 10kg Körpergewicht füttern

- Möhre, fein geraspelt

als natürliche Kur für 3-5 Tage ins Futter mischen, ca. 1 Möhre tgl. (je nach Gewicht des Hundes)

- Fellohren/ Kopfhaut mit Fell (Rinderohren, Kaninchenohren)

1 x die Woche, diese Bürsten den Darm und verhindern das Festsetzen der Würmer

- Propolis

1 ml Propolis Urtinktur je 100 ml Wasser in ein dunkles Gefäß geben und im Kühlschrank aufbewahren. Davon 6 Tage lang 2 TL/10 kg Körpergewicht verabreichen.

Alternativ 1 Messerspitze Propolispulver/10 kg Körpergewicht über 3 Tage verabreichen.
Für erwachsene Hunde sowie für Welpen über 6 Wochen geeignet.

- Abrotanum D1

Welpen/ kleine Hunde: tgl. 3-4 Tropfen über eine Pipette ins Maul oder 3-4 Globuli über 4 Tage, Mittelgroße Hunde 5-8 Tropfen/ Globuli, große Hunde 8-10 Tropen/ Globuli

Labor für Kotproben:

Uni Gießen

Untersuchungsauftrag Uni Gießen

Auf dem Untersuchungsantrag folgendes ankreuzen: 

Würmer ohne Giardien K-01 / K-03

Würmer inkl. Giardien Kp-1 oder Kp-2 (inkl. Giardien + Lungenwürmer), 

nur Giardien K0-6 (bei Verdacht)

Am besten Proben von 3 aufeinanderfolgenden Kotabsätzen sammeln (muss nicht unbedingt von 3 Tagen sein) und jeweils ungefähr in der Größe einer Haselnuss. Nicht in jeder Kotprobe sind Eier/Larven/Würmer vorhanden.

Die Uni Gießen benötigt für den Test auf Giardien (K0-6) nur 1 frische Kotprobe. Die Uni testet auf ein Protein, welches bei Befall in jeder Probe nachweisbar ist. 

Probenröhrchen gibt es in der Apotheke oder im Internet.

Labor Freiburg

Uni Leipzig

TiHo Hannover

Folgende Links liefern zusätzlich nützliche Infos

Quellen:

https://www.naturavetal.de/naturgerechte-fuetterung-bei-erhoehtem-wurmbesatz/

https://www.drei-hunde-nacht.de/gesundheit/entwurmung/

https://blog.hundeheilpraxis.info/category/wurmmittelkot/

http://www.kwikway-kennel.de/html/darmdurchfall.htm

https://www.kleintierpraxis-hartmann.com/informationen/homöopatie/