Aufzucht

Wir legen den Grundstein für einen sozialen Welpen. Alles Weitere liegt bei euch. Liebevolle, konsequente Erziehung die ersten 2 Jahre und ihr habt einen wundervollen Partner an eurer Seite. Der Welpe wird immer wieder testen, was er darf (wer Kinder hat, kennt das ;-) ), dranbleiben, nicht nachgeben.

Anfangs viel mit dem Welpen unternehmen, aber nicht überfordern. Genau hinsehen, dann seht ihr wann der Welpe überfordert ist. Nach der Eingewöhnung und nach dem Impfen empfehlen wir den Besuch einer guten Hundeschule. Bitte genau darauf achten, wie der Umgang in der Welpenstunde ist. Leider gibt es Hundeschulen, wo die Welpen sich selbst überlassen sind. Die ängstlichen bekommen noch mehr Angst und die starken werden zum Rüpel erzogen. So etwas gilt es zu vermeiden!

Den Welpe bitte nicht täglich bis zum Äußersten auslasten. Er muss kein "Balljunkie" werden, der nur noch wild herumhüpft, weil er spielen will. Kurze Spiele mit dem Futterbeutel sind da sinnvoller. Der Welpe lernt apportieren, die Nase einzusetzen und baut durch das tolle Spiel eine Bindung zu euch auf. 5- 10 min tgl. reichen und der Welpe ist glücklich und zufrieden und schläft. Anfangs benötigen die Welpen viel Schlaf, das heißt aber nicht, dass es gleich "in die vollen" gehen muss, sobald der Welpe wach ist. Auch der Welpe muss lernen wann Spielzeit ist (und das bestimmt nicht der Welpe) und wann Ruhe ist. Bei uns ist es so, dass im Haus nicht gespielt wird. Das war anfangs mit 2 Hunden nicht ganz leicht. Wir haben es aber konsequent unterbunden. Ruhige Nasensuchspiele (Schnüffelteppich, Leckerli in einer Kiste mit geknülltem Zeitungspapier, etc.) sind im Haus erlaubt, aber keine Tobe-/ Zerrspiele.  

Dem Welpen bitte verschiedene Möglichkeiten zum Kauen zur Verfügung stellen, andernfalls wird er sich vor allem während des Zahnens an den Möbeln ausleben. 

Gut geeignet sind: Rinderkopfhaut, gedrehte Rinderkaustange, Kaffeeholz (liegt bei uns immer zur freien Verfügung rum) und Kauwurzeln. Bitte kein Hirschgeweih anbieten. Die Zähne können hierdurch brechen!!

Leichte Zerrspiele erleichtern das Zahnen beim Welpen. Bitte nicht ruckartig ziehen, am besten das Seil oder Tuch nur festhalten und der Welpe entscheidet selbst wie doll er ziehen möchte. Während des Zahnens tgl. ins Maul schauen und lose Zahnkappen vorsichtig entfernen (nicht mit Gewalt). Frieda hat sich immer bemerkbar gemacht, wenn eine lose Zahnkappe gestört hat und war regelrecht erleichtert, sobald wir diese entfernt haben. Die Eckzähne bitte besonders im Auge behalten. Es gibt Hunde, bei denen wachsen die bleibenden Zähne neben den Milcheckzähnen, weil diese nicht ausgefallen sind. Das gilt es unbedingt zu vermeiden. Daher leichte Zerrspiele und immer mal wieder an den Eckzähnen wackeln, sobald diese lose sind.

Buchempfehlungen:

Jan Nijboer - Vom Welpen zum Familienhund mit Natural Dogmanship

ISBN: 978-3-440-11234-2

Mel Koring (Kosmos Verlag) - Welpenschule, Das 8- Wochen- Training 

ISBN: 978-3-440-15602-5 

Christina Sondermann - Einfach schnüffeln! Nasenspiele für den Hundealltag

ISBN: 978-3-8001-0919-7

Wieviel Bewegung braucht mein Welpe?

Hier gehen die Meinungen auseinander... Wir haben uns hiernach gerichtet:

http://stvv.ch/dokumente/merkblaetter/BewegungWelpe_d.pdf

Folgendes haben wir in der Welpenzeit mit den Welpen vor:

- Spielkontakt mit unseren Hühnern und Kaninchen, damit sie später nicht dazu neigen, diese zu reißen/zu jagen

- viele anregende Spielzeuge, z.B. alte Lappen, leere Plastikflaschen, Eimer, zerknülltes Zeitungspapier, Tauwerk, Bälle, Hundespielzeug, Apportierspiele & Zerrspiele

- Besuch von fremden Kindern/ Erwachsenen, Kennenlernen anderer Tieren (z. B. Pferde), Kennenlernen verschieden gekleideter Menschen  (große Hüte, Regenschirm, Sonnenbrillen, Stock, Helm)

- Gewöhnung ans Autofahren, Jogger, Radfahrer, Kinderfahrzeuge, Haushaltsgeräte wie Mixer, Waschmaschine, Staubsauger, Radio, laute Sachen wie Bohrer, Motorsäge, Rasentraktor, Sirene, Feuermelder, Knallgeräusche, etc. 

- Optische Reize, wie flatternde Fahnen, Wäsche, die zum Trocknen auf der Leine hängt

- Gewöhnung ans Stillstehen auf dem Tisch, sich überall anfassen lassen, ins Maul schauen lassen, bürsten

- Gewöhnung ans Wasser (Pfützen, Pferdeschwemme)

- Gewöhnung an unterschiedliche Untergründe, wie Gitterrost, wackelnde Bretter, Kisten, Netzschaukel, Trampolin, Stufen, Kartons

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Frieda mit ihren Geschwistern...